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13-06-2019

Migrantinnen in der Schweiz

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Wer aber sind die Migrantinnen in der Schweiz? Wo stehen sie in der Gesellschaft im Vergleich zu migrierten Männern oder zu Schweizer Frauen und Männern? Welchen Chancen und Barrieren sehen sie sich gegenüber und wie nutzen resp. meistern sie diese? Welchen ökonomischen Beitrag leisten sie und in welchen Branchen erbringen sie dies? Und schliesslich, welchen Beitrag leisten sie über das Ökonomische hinaus?

Ein Bericht der Hochschule für Soziale Arbeit der HES-SO Valais-Wallis zeigt auf, dass Ausländerinnen auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten haben eine Stelle zu finden. Diese Schwierigkeiten lassen sich nicht allein durch den Ausbildungsgrad erklären, denn Ausländerinnen haben im Schnitt eine höhere Ausbildung als Schweizerinnen. Dies führt dazu, dass Ausländerinnen trotz ihrer Ausbildung oft Hilfsarbeiten im Bereich von Dienstleistungen wie Pflege und Reinigung und im Verkauf annehmen. Gleichzeitig sind sie im Vergleich zu Schweizerinnen deutlich übervertreten in akademischen Berufen und in Kaderstellen.

Der Bericht zeigt auch auf, dass Migrantinnen nicht nur einen wirtschaftlichen und sozialen Beitrag für die Schweiz leisten, sondern dass sie die Schweizer Gesellschaft in innovativer Weise mitgeprägt haben. Migrantinnen erkämpften sich beispielsweise Rechte, welche den Frauen an Universitäten noch nicht zustanden und wurden so zu Wegbereiterinnen der akademischen Laufbahn für Frauen in der Schweiz. Auch inspirierten sie stark die Frauenstimmrechtsbewegung, indem sie Debatten initiierten und mobilisierten. Des Weiteren stellten sie schon früh Forderungen in der Familien- und Bildungspolitik und trugen etwa zur Einrichtung familienexterner Betreuung bei.

Der Bericht wurde von Marina Richter, Assistenzprofessorin HES-SO Valais-Wallis, für die Eidgenössische Migrationskommission (EKM) verfasst.

Bericht

Medienmitteilung

20 Minuten

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